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Ätna – Tanz auf dem Vulkan

Eines unserer Sizilien Highlights haben wir uns bis zum Schluss unsere Sizilien-Tour aufgehoben. Der Wetterbericht versprach Königswetter und wir machten uns schnurstracks auf den Weg zum Ätna, der seit 2013 UNESCO Weltnaturerbe ist. Enge Landstraßen mit gefühlt endlosen Serpentinen führten uns von der Küste durch wunderschöne Landschaft auf dem kürzesten Weg zum Ätna.

Als wir auf dem Parkplatz ankamen fing es schon an zu Dämmern und vom Camper konnte man den atemberaubenden Blick ins Tal genießen. Ein perfekter Platz zum übernachten und gegen eine kleine Gebühr ist das ganz legal.

Bei unserer ersten kleinen Erkundungstour ist uns sofort ein anderer kleiner Camper mit dem Schriftzug “Wenn nicht jetzt.de!” aufgefallen und wir haben frecherweise gleich mal angeklopft. Als die Tür aufging begrüßten uns Ramona und Uli. Zwei super sympathische Freigeister, die wie wir Ihren Traum von Freiheit leben. Ein zwei Gin Tonic später beschlossen wir den Ätna am nächsten Tag gemeinsam zu besteigen. Wenn ihr Lust habt, dann werft gern auch mal einen Blick auf deren Blog: https://www.wenn-nicht-jetzt.de

Der Nächste Morgen begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und man konnte die Kraft und Energie des in der Ferne brodelnden Ätna spüren.

Der Entschluss war gefasst, dass wir 4 & Elvis den Ätna auf eigene Faust besteigen. Also fuhren wir mit der Gondel hoch bis zur Station und machten uns von da aus auf den ca. 4 stündigen Aufstieg auf den 3323 m hohen Ätna. Der höchste aktive Vulkan Europas hält seit tausenden Jahren die Menschen der Region mit seinen gewaltigen Ausbrüchen in Atem. Wenn man etwas lauffaul, ist kann man sich von hier aus mit 4×4 Trucks für teures Geld noch eine Station höher fahren lassen. Aber dies überließen wir den japanischen Touristen und machten uns per pedes auf den Weg. Und ich kann euch sagen, der Ätna hat eine magische Faszination die einen auf Schritt und Tritt begleitet.

Mit einer Wolke, die vom Tal Richtung Gipfel zog im Rücken, überquerten wir scheinbar endlose Lavafelder deren loses Geröll uns das Laufen nicht einfacher machte. Und die verkrusteten Schneebretter hatten auch so ihre Tücken, doch das Ziel vor Augen gab es für uns kein zurück mehr.

Uns auch der kleine Elvis hat sich sehr tapfer geschlagen.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen – denn der weg zum Gipfel war doch wesentlich anstrengender wie gedacht.

Endlich am Ziel: Der qualmende, brodelnde und nach Schwefel stinkende Krater des Ätna lag in seiner atemberaubenden Schönheit vor uns und ließ von Zeit zu Zeit den Boden unter unseren Füssen vibrieren.

Direkt am Krater waren einige französische Vulkanologen mit Messungen beschäftigt und sie haben uns aufgeklärt, dass der Ätna momentan sehr aktiv ist und wir Glück haben dieses Naturspektakel zu erleben.

Eine kleine Anektode am Rande: Einer Der Vulkanologen wollte unbedingt ein Selfie mit Elvis da er in 20 Jahren Forschung auf dem Ätna noch nie einen Hund am Krater gesehen hat.

An manchen Stellen war der Boden auf den riesigen Schwefelfeldern spürbar heiß und der beissende Schwefelqualm machte einem je nach Windrichtung das Atmen schwer.

Natürlich durfte ein kleiner “Tanz auf dem Vulkan”  nicht fehlen.

Es war so schön, dass wir Ramona und Uli kennengelernt haben – denn zusammen machen Camper-Abenteuer einfach noch mehr Spaß!

Wir sind noch für eine Stunde am Kraterrand gewandert und haben die Stimmung und die spürbare Kraft der Naturgewalten genossen. Und dann war der Abstieg an der Reihe. Glücklich aber doch etwas geschafft machten wir uns auf den langen Weg zu unseren Campern. Dort angekommen gönnten wir 4 uns eine oder zwei Flaschen Wein und ein paar sizilianische Leckereien und ließen den ereignisreichen Tag auf dem Vulkan noch einmal Revue passieren.

Zigeunerjunx-Fazit: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Ein Besuch des Ätna ist für jeden Sizilienbesuch ein muss!!!! Nur das Wetter kann einem einen Strich durch die Rechnung machen, deshalb lohnt sich auf jeden Fall vor dem Besuch ein Blick auf den Wetterbericht. Und wenn ihr so viel Glück habt wie wir, ist eine Besteigung des Ätna ein unvergessliches Erlebnis.

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AUTOR MARKUS MADER: Es gibt kein Patentrezept für das perfekte Leben. Aber 2017 war es an der Zeit aus dem alltäglichen „Hamsterrad“ zu springen. Nach 36 Arbeitsjahren entschloss ich mich 2017 das „Zigeunerjunx“ Abenteuer zu beginnen. Reisen - Essen - Liebe überall in Europa & Südafrika. » Mehr über Markus

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