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Geheimtipp

24 km wandern im Rago Nationalpark – wir sind total fertig ABER glücklich!

Ihr erinnert euch doch bestimmt noch an unseren norwegischen Freund Øistein – er hat für uns seinen leckeren Boknafisk gekocht. Bevor wir uns getroffen haben war Øistein mit seiner Hündin Frieda 4 Tage im Rago wandern und er hat so davon geschwärmt, dass wir gleich hingefahren sind.

Wir sind Freitag Abend angekommen. Für Samstag war Regen angesagt. Da haben wir unsere Hikingtour auf Sonntag verschoben und am Samstag einen Camper-Spa-Tag mit Peeling, Maske & Co. eingelegt.

Am Sonntag hieß es dann um 7 raus aus den Federn. Wir wollten so früh wie möglich los. Aber es war dann doch wieder nach 9 als wir mit unserer Hikingtour starteten 🙂

Wir hatten uns den schwierigen Teil der 24 km Tour am Anfang gegönnt, denn wir mussten gleich über 400 Höhenmeter überwinden. Unser Weg führte uns durch dichten Wald und riesige Hochmoorwiesen was zur Folge hatte, dass meine Schuhe schon nach der 1. Stunden klitschnass und voller Schlamm waren. Na ja, so konnte ich wenigstens die restlichen 10 Stunden unbeschwert durch alle Wasserpfützen laufen.

Aber jeder nasse Schritt hat sich gelohnt! Die Landschaft und die Natur im Rago Nationalpark sind unbeschreiblich faszinierend.

Nach 6 schweißtreibenden Kilometern, haben wir unser erstes Etappenziel den Litlverivassfossen erreicht. Ein gigantischer Wasserfall der sich aus einem großen Bergsee über 220 Meter in die Tiefe stürzt. Eine wirklich atemberaubender Szenerie und für mich als “Höhenangsthase” war die wackelige Hängebrücke, die über Wasserfall führt, noch atemberaubender. Aber da halfen alle dicken Backen nix, da mußten wir drüber. Und wenn ihr das nächste Bild genau anschaut, könntet ihr die wackelige Hängebrücke über dem Wasserfall erkennen.

Vorbei an dem herrlichen Bergsee, in dem sich die angrenzenden Berge spiegelten, ging es gefühlte endlose Kilometer über blanke rundgeschliffene Granitfesen ohne jeglichen Bewuchs weiter zu unserem nächsten Ziel der Storskogvasshytta.

Mein besonderer Dank gilt hier dem kleinen Fährtensucher Elvis, der uns nicht nur einmal den richtigen Weg gezeigt hat. Denn die kleinen Steinstapel und gelben Punkte, die als Wegweiser dienen, verlieren sich oftmals in der üppigen Natur und der weiten Landschaft.

Der spannende Wechsel zwischen saftigem Grün, grauen Granitfelsen und sumpfigen Moorwiesen machte die Hikingtour zu einem einzigartigen Erlebnis und ließ es keine Sekunde langweilig werden.

Ganz besonders fasziniert hat mich die vielfältige Flora. Leuchtend grüne Farnwiesen, bunte Flechten & Moose und blühende Wasserpflanzen. Die ein oder andere fleischfressende Pflanze, wie den Sonnentau, hab ich auch entdeckt.

Nach 7 sehr anstrengenden und kräftezehrenden Stunden quer durch den Rago kamen wir unserem 2. Etappenziel der Storskogvasshytta schon sehr nahe. Auf der kleinen Hütte könnnen 4 Personen in einem urige gemütlichen Ambiente in kleinen Stockbetten übernachten. Nach einer kurzen Vesperpause haben uns aber entschlossen die restlichen 4 Stunden bis zu unserem Camper noch am selben Tag zu wandern.

Auf unseren letzten 8 Kilometern war dann auch noch die Sonne unser ständiger Begleiter und die Farben der herrlichen Natur wurden noch intensiver. Die Strecke führte uns wieder durch die typisch urigen Wälder mit verknöcherten Birken, Kiefern & Buchen die das raue Klima und die heftigen Winterstürme skuril geformt hat.

Die letzten Kilometer führten uns noch an dem grünleuchtenden Fluß entlang der von dem imposanten Wasserfall gespeist wird. Im Sonnenlicht leuchtet der ganze Fluß Smaragdgrün und scheint unwirklich fast wie eine Szene aus Alice im Wunderland. Speziell hier muß ich sagen, dass Bilder diese faszinierenden Eindrücke kaum einfangen können. Aber ich geb beim fotografieren natürlich immer mein Bestes.

Nach 24 Kilometern und 11 Stunden strammer Wanderei mit nassen Schuhen & Hosen, waren wir endlich wieder in unserem kleinen Camperle. Und ich kann euch sagen, da werden 10 qm zu einem kleinen Schloss. Zum Abendessen kochte ich uns noch eine leckere Pasta mit Crevetten und einer Safransahnesoße. Dann ging’s todmüde mit schmerzenden Knochen aber überglücklich ins 135 cm Camper-HIMMEL-Bett.

Zigeunerjunx-Fazit: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ + ♥
Diese Wanderung hat uns echt gleichermaßen FERTIG und GLÜCKLICH gemacht. Ein absoluter Geheimtipp für dich, wenn du hier in Nordnorwegen wandern willst!!!

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AUTOR MARKUS MADER: Es gibt kein Patentrezept für das perfekte Leben. Aber 2017 war es an der Zeit aus dem alltäglichen „Hamsterrad“ zu springen. Nach 36 Arbeitsjahren entschloss ich mich 2017 das „Zigeunerjunx“ Abenteuer zu beginnen. Reisen - Essen - Liebe überall in Europa & Südafrika. » Mehr über Markus

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